Fachliche Begleitung

Wissenschaftliche Begleitung
Familylab  Begleitung auf Augenhöhe
Digitalisierung – Pionierprojekt mit Georg Milzner

 

Wissenschaftliche Begleitung

Die FOKUS wird wissenschaftlich von einem Team unter der Leitung von Prof. Dr. Carsten Quesel begleitet, das am Institut Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule FHNW angesiedelt ist: https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/hochschulen/ph/institute/institut-forschung-und-entwicklung/forschungszentren/zentrum-bildungsorganisation-und-schulqualitaet

 

 

Familylab – Begleiten auf Augenhöhe

Seit Bestehen der FOKUS wird das pädagogische Betreuungsteam kontinuierlich im Sinne der Erkenntnisse Jesper Juuls und seiner Kollegin Helle Jensen ("Vom Gehorsam zur Verantwortung, Juul/Jensen, 2002") aus- und weitergebildet. Die FOKUS ist daher als erste und bisher einzige Schule in der Schweiz autorisiert, sich familylab school zu nennen.                         

Die Team- und Schulentwicklung basiert auf dem von Jesper Juul so benannten "Lernenden Dreieck". Dessen Fundament ist die vertrauensvolle und gleichwürdige Zusammenarbeit von Betreuungsteam und Eltern. Der gemeinsame Fokus liegt auf der psychosozialen Entwicklung des Kindes/Jugendlichen und der Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls, welches die Voraussetzung für selbstbestimmtes Lernen und Leben darstellt.

Die dafür notwendigen Beziehungs- und Führungsqualitäten seitens der Fachpersonen erfordern die Auseinandersetzung mit sich selbst, sowie die Fähigkeit, offen, interessiert und wertfrei mit dem jeweiligen Gegenüber in Kontakt treten zu können – auch in konflikthaften oder herausfordernden zwischenmenschlichen Situationen.

Spoiler: Highlight to view

Der gleichwürdige Dialog zwischen den Erwachsenen wie zwischen Begleitteam und SchülerInnen/Eltern setzt die Fähigkeit voraus, seine Gedanken und Gefühle in persönlicher Sprache ausdrücken, sowie stimmige Entscheidungen treffen zu können. Dabei wird allen Gefühlen – auch Wut, Aggression, Trauer, Resignation oder innerem Rückzug – wertschätzende Anerkennung entgegengebracht. Dies führt zu einer neuartigen Form der Konfliktbegleitung – frei von Moralisieren, Be- oder Abwerten von Verhaltensweisen sowie Ablassen von der Suche nach (konstruierten) Lösungen.

Das notwendige Wissen bezüglich der Entwicklung eines gesunden kindlichen Selbstwertgefühls wird an der FOKUS zum einen durch die kontinuierliche fachliche Begleitung des Betreuungsteams in Form von familylab Fortbildungen/Supervisionen und zum anderen dem umfassenden Elternbildungsangebot vermittelt. Dabei stehen die fünf Werte Jesper Juuls im Vordergrund, die liebevolle elterliche sowie beziehungskompetente fachliche Führung charakterisieren und die den Grundstein für ein gesundes kindliches Selbstwertgefühl legen: Gleichwürdigkeit, Integrität, Authentizität, persönliche Verantwortung und Empathie.

Diese Werte prägen den Schulalltag an der Fokus und sind die Voraussetzung für eine  Schulentwicklung in Gleichwürdigkeit. Die Basis dafür ist der wechselseitige Dialog zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen sowie Eltern und PädagogInnen.

 

Sabine Baumberger arbeitet seit 20 Jahren im Bereich Schulentwicklung. Zum einen aktiv im reformpädagogischen Schulalltag, zum anderen in der Konzeptarbeit und Teamentwicklung gleichwürdig geführter Schulprojekte.

Seit 2011 ist sie zusätzlich als familylab Familien- und Schulberaterin in Deutschland und der Schweiz tätig. Als familylab Seminarleiterin, Dozentin und Supervisorin führt sie Weiterbildungen von pädagogischen Fachpersonen und Workshops für Eltern durch, hält Vorträge und gibt Beratungen. 

Seit 2013 begleitet sie die demokratische Schule FOKUS. Sie führt die regelmässig stattfindenden Supervisionen durch, welche die Schule autorisiert, sich offiziell familylab school.ch nennen zu dürfen. Außerdem ist sie Gestalttherapeutin, Coach für Führungskräfte, Montessoripädagogin, FenKid Elternkursleiterin und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. www.baumberger-coaching.de

Weitere Informationen zu familylab erhalten Sie hier:

www.familylab.ch

 

 

Digitalisierung – Pionierprojekt mit Georg Milzner

Leben und Lernen im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung beeinflusst unser Leben und verändert die Arbeitswelt nachhaltig. Wir wissen heute nicht, auf welche Bedingungen und Anforderungen wir unsere Kinder vorbereiten, welches Rüstzeug sie für eine erfolgreiche Laufbahn und ein erfülltes Leben benötigen.

Als Bildungsinstitution verstehen wir uns als Nahtstelle zwischen Gegenwart und Zukunft. Die Kernfrage für uns lautet daher: Welche Kompetenzen sollen die Kinder entwickeln? Und wie bereiten wir sie darauf vor, elektronische Medien zu ihrem Vorteil zu nutzen und sich vor deren Gefahren zu schützen.

Diesen Fragen gehen wir mit dem Diplompsychologen und Medienexperten Georg Milzner laufend nach. Kern unserer gemeinsamen Arbeit ist ein zeitgemässes, ganzheitliches Konzept für den Umgang mit elektronischen Medien. Dabei geht es vor allem darum, die Selbstkompetenz und die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler in Einklang zu bringen und Methoden zur Steuerung der Achtsamkeit zu entwickeln. Zudem begleiten und unterstützen wir die Eltern in Fragen der Mediennutzung.

 

Georg Milzner ist Diplompsychologe und Psychotherapeut. Er arbeitet in      eigener Praxis mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Er forschte und schrieb zu schweren seelischen Störungsbildern sowie zu Amokläufen und zum Einfluss der digitalen Medien auf den Menschen. Georg Milzner ist unter anderem Autor der Bücher "Digitale Hysterie", "Wir sind überall nur nicht bei uns" und "Von fliegenden Kindern und grässlichen Monstern: Was Träume über unsere Kinder verraten" (alle erschienen im Beltz-Verlag). Er arbeitet in Münster, wo mit seiner Familie wohnt, und in Düsseldorf.